Auf der sehr gut besuchen Einbürgerungsfeier des Landkreis Hildesheim wurden die neu eingebürgerte Menschen, die in den Städten und Gemeinden außerhalb der Stadt Hildesheim eine neue Heimat gefunden haben, begrüßt und beglückwünscht. Landrat Bernd Lynack erinnerte an die Rechte und Pflichten der Staatsbürgerschaft, insbesondere an die Möglichkeiten sich durch Wahlen an der Gestaltung der neuen Heimat zu beteiligen.
Unter den Anwesenden war auch eine junge Frau aus Sarstedt, die in einer bewegenden Rede aufzeigte, dass es ein langer Weg von der unfreiwilligen Aufgabe der alten Heimat zum Ankommen in der neuen Heimat ist. Dass die Eltern jetzt die Hilfe ihrer Kinder benötigen und die Kinder erst jetzt ermessen können was ihre Eltern für sie aufgegeben haben. „Das erinnert mich an die Geschichte meiner Mutter und ihrer Eltern, die vor ziemlich genau 80 Jahren aus dem Egerland vertrieben wurden und nach Südhessen kamen“ sagte der Grüne Kreistagsabgeordnete und Vorsitzende des Migrationsausschuss, Ekkehard Domning, im Gespräch mit der Rednerin, der er für alles Gesagte herzlich dankte und hinzufügte: „Die Traumata des Verlustes der Heimat ziehen sich noch Generationen in die Zukunft und Ihre Rede ist ein Beitrag sich dessen bewusst zu sein. Und nur so lässt sich das Erlebte verarbeiten.“

